Das war der Digital Social Summit 2019!

600 Teilnehmende, 92 Speaker und 48 Programmpunkte. Zwei Tage lang analysierten, diskutierten und prognostizierten Vertreter*innen der Zivilgesellschaft: Wie verändert die Digitalisierung unsere Arbeit und wie gelingt es, den Wandel mitzugestalten?

Dicht gedrängt standen die Teilnehmenden am 21. Und 22. Februar 2019 in der Berliner Kalkscheune. Sie wollten Wissen teilen, sich vernetzen, diskutieren. Themen dafür gab es genug: Wie sieht digitales Lernen in gemeinnützigen Organisationen aus? Wie erreiche ich im Netz eine neue Freiwilligen-Generation? Welches Potenzial schlummert in meinen Daten? Wie kann ich von der Kooperation mit Verwaltung und Unternehmen profitieren?

Das Programm war eng getaktet, eine App erleichterte den schnellen Wechsel von Sessionräumen und hielt alle Infos zu Speakern und Themen bereit.

Highlight Keynote

Lucy Bernholz von der Stanford University ist eine der interessantesten Denker*innen, geht es um das Verhältnis von Daten und demokratischen Systemen. Zivilgesellschaft beschrieb sie als „messy, fragmented, a weird thing“ und fand jede Menge Zustimmung für die Beschreibung.

Dieser heterogene und eigenwillige Kosmos brauche ein hohes Maß an Datenschutz. Sie lobte im gleichen Atemzug die europäische DSGVO als elementar wichtige Grundlage, um Daten zu schützen – und nahm Förderer in Pflicht, viel datensparsamer zu arbeiten. Ihr Appell: Die Organisationsformen, die vor langer Zeit entstanden, um Zeit und Geld zu organisieren, werden nicht ausreichen, um in der Zukunft Daten mit ihrem ganzen Potenzial zu managen. „It is a great time to reinvent!“

Heterogenität

Auch wenn die Zusammensetzung der Teilnehmenden zu wenig die verbandlich organisierte Zivilgesellschaft widerspiegelte – mit ganz unterschiedlichen Stiftungen, Vereinen, Initiativen, Vertreter*innen aus Politik & Verwaltung bot der Kreis die nötige Vielfalt, um für ausreichend Impulse – manchmal auch Zweifel und Kritik – zu sorgen. Mit 48 Speakern war mehr als die Hälfte der Vortragenden weiblich. Ein Schnitt, der auch Maßstab für künftige Veranstaltungen sein sollte.

Ungewöhnlich war nicht zuletzt die Gruppe der Veranstalter: Drei Stiftungen, zwei Ministerien, ein Verband, ein Think Tank.

Die Idee dahinter: Will man eine Diskussions-Plattform und einen Lernraum zum Thema Digitalisierung anbieten, braucht es mehr, als ein einzelner Akteur leisten kann. Nötig sind diverse Perspektiven, unterschiedliche Netzwerke und komplementäre Ressourcen. Neues kann auf dieser Grundlage anders und unorthodoxer entwickelt werden, wenn wie hier Politik, Unternehmen und Gemeinnützige zusammen anpacken.

Eine Rückmeldung nach über 40 Sessions: Die Zeit zum Netzwerken war wieder einmal zu kurz! Und vielleicht wird der Summit kommendes Jahr auch live gestreamt?! Dank stabilem WLAN auf der Veranstaltung und vielen ausdauernden Twitterern war der Hashtag #DSS2019 bis auf Platz 3 der deutschen Twitter-Trends hochgeschossen.

Inzwischen könnt ihr auch die Fotos vom Event in unserem Flickr-Album finden und teilen (CC BY-NC): Link zum Flickr Album

Illustration: Susanne Kitlinski (opensustain.com)
Foto: Henning Schacht / Digital Social Summit 2019 / CC BY-NC

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